15: KjG-Kinderstadt
Inhalt
Kurz und knapp
Großartige KjG-Kinderstadt mit knapp 110 Kindern und rund 70 Helfer*innen in
Wuppertal.
Immer mehr Anfragen, ob wir bei Kinderstädten von anderen Vereinen und Verbänden
mit unserem Knowhow unterstützen können.
Reflexion der Kinderstadt, insbesondere mit der Frage: Welche Rahmenbedingungen
sollen gegeben sein?
Der KjG-Diözesanverband Köln veranstaltet seit 2010 alle drei Jahre die KjG-
Kinderstadt. Dabei handelt es sich um ein politisches Bildungsprojekt, bei dem
bis zu 200 Kinder zwischen 8 und 12 Jahren und rund 100 Helfer*innen ab 16
Jahren in einer Schule zusammenkommen und diese, eine Woche lang, in eine
richtige Stadt mit eigener Währung und eigenem Regierungssystem verwandeln. Die
Kinder lernen auf spielerische Art und Weise die Abläufe des gesellschaftlichen
Lebens kennen und können darauf aufbauend eigene Vorstellungen und Visionen
entwickeln.
Die KjG-Kinderstadt fand vom 19. bis 24. Oktober 2025 im Schulzentrum Süd in
Wuppertal statt. Verantwortlich für die Planung war ein Projektausschuss, der
auf der Diözesankonferenz 2024 gewählt wurde und von Bildungsreferentin Tina und
den beiden Diözesanleiter*innen Flo und Caro geleitet wurde.
Zur Vorbereitung traf sich die Projektleitung sowie der Projektausschuss zu
verschiedenen Abend- und Tagesterminen. Das Konzept wurde an einigen Stellen
noch einmal überarbeitet und neue Ideen eingebracht. So wurde unter anderem ein
bedingungsloses Grundeinkommen für Kinder und ein Awareness-Team mit einem
Awareness-Konzept eingeführt. Des Weiteren hat sich der Projektausschuss mit der
Helfer*innen-Belastung während der Kinderstadt auseinandergesetzt. Der
Diözesanausschuss hat sich hierzu Lösungsvorschläge überlegt, die im
Projektausschuss diskutiert wurden. Hierzu zählte unter anderem die Reduzierung
von Doppelbelastungen, weniger Sonderaktionen und mehr Rückzugs-Angebote für
Helfer*innen.
Wie in den letzten Kinderstadt-Jahren auch, haben wir die Anmeldung für Kinder
rund um Ostern freigeschaltet. Im Vorfeld haben wir bereits einige Anfragen von
Eltern erhalten. Die Anmeldung lief dann aber nicht so wie in den letzten
Jahren. Die Zahlen gingen eher schleppend nach oben. Wir haben unsere
Werbestrategie also noch einmal angepasst und alles Mögliche versucht, um viele
Eltern und Kinder zu erreichen, unter anderem Werbung über Instagram, in Bussen,
in Arztpraxen und Spielwarenläden, sowie E-Mails an alle Pfarrleitungen und
Regionalleitungen. Gemeinsam mit dem Projektausschuss haben wir uns dazu
entschlossen, die Kinderstadt auch mit weniger als 200 Kindern stattfinden zu
lassen und einen Anmeldeschluss für Kinder einzuführen. Nach dem Anmeldeschluss
haben wir das Konzept so angepasst, dass es zur angemeldeten Zahl von rund 110
Kindern passte und haben z.B. Betriebe zusammengelegt oder gestrichen.
Im September haben sowohl ein Werkwochenende, als auch ein digitaler Info-Abend
für Helfer*innen stattgefunden. Beim Werkwochenende wurde eine
Dolmetscher*innenkabine für das Kinderstadt-Radio gebaut. Außer Mitgliedern des
Projektausschusses und der Projektleitung waren nur wenige Helfer*innen vor Ort.
Daher wurde der Fokus auf das Basteln und Werkeln gelegt. Die geplante
Infoveranstaltung auf dem Werkwochenende hat nicht im ursprünglich angedachten
Rahmen stattgefunden. Stattdessen wurden die Informationen eher im informellen
Zwischendurch geteilt.
Beim digitalen Info-Abend haben rund 25 Helfer*innen teilgenommen. Wir sind mit
dem neuen Format zufrieden: Es wurde ein erstes Kennenlernen untereinander
ermöglicht, grundsätzliche Abläufe wurden erklärt und individuelle Fragen
beantwortet.
Während der Kinderstadt hat uns sehr viel Presse besucht. Es gab unter anderem
einen Artikel in der Westdeutschen Zeitung, die WDR Lokalzeit aus dem Bergischen
hat einen Beitrag über uns gedreht und das Wuppertaler Radio hat vor Ort
berichtet. Über so viel Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit haben wir uns sehr
gefreut. Außerdem haben uns einige Gruppierungen anderer Vereine und Verbände
besucht, die selbst eine Kinderstadt durchführen oder durchführen möchten. Wir
haben uns als Projektleitung Zeit hierfür genommen, um das Konzept der
Kinderstadt zu erklären.
Bei den Kindern war vor allem der Verkehr in der Kinderstadt ein besonders
großes Thema. Die Kettcars fuhren zu Beginn zu schnell, sodass die Kinder
Straßen und Gehwege einrichteten, sowie Verkehrsschilder und eine Ampel
aufstellten und so das festgestellte Problem gut lösen konnten. Wenn ihr noch
mehr über das Geschehen in der Kinderstadt lesen möchtet, kommt ihr über diesen
QR-Code zum Blog auf der Kinderstadt-Homepage.
Nach der Kinderstadt haben wir mit den verschiedenen Gremien und beteiligten
Personen eine ausführliche Reflexion durchgeführt. Dabei stand vor allem im
Fokus, welche Rahmenbedingungen bei der nächsten Kinderstadt gegeben sein
müssen. Diese Reflexion ist noch nicht mit allen Gremien abgeschlossen und wird
Anfang des Jahres noch weitergeführt.
Den Abschluss fand die Kinderstadt 2025 mit der Dankeschön-Party für alle
Helfer*innen im Crux in Köln.
Bewertung
Die KjG-Kinderstadt bleibt weiterhin ein Herzensprojekt von uns. Wir sind
überwältigt vom Einsatz aller Beteiligten und unfassbar stolz, dass das Projekt
auch in diesem Jahr für viele ein unvergessliches Erlebnis sein konnte. Vielen
Dank nochmal an alle Helfer*innen. Ihr seid KjGenial!

Die ausführliche Reflexion der Kinderstadt ist zum Zeitpunkt der Berichtslegung
noch nicht mit allen Gremien abgeschlossen. Hier steht insbesondere die Frage im
Fokus, welche Rahmenbedingungen bei der nächsten Kinderstadt gegeben sein
sollen.
Marius Nisslmüller:
KjG Diözesanstelle Köln: