10: Kinder- und Jugendpolitik
Inhalt
Besuch der Politiker*innen auf der Kinderstadt war erfolgreich, besonders die
Praktika in den Betrieben kamen gut an.
Schwerpunkte für das nächste Jahr: mehr Gespräche mit Politiker*innen und
Überarbeitung der Umweltstandards.
Kommunalwahlen:
Zur Kommunalwahl haben wir die Kampagne #ichhabekeineWahl erneut aufgegriffen.
Den Slogan haben wir bereits zur Bundestagswahl 2021 verwendet, um auf Kinder
und Jugendliche aufmerksam zu machen, die nicht mitwählen und mitendscheiden
dürfen. In Pfingstlagern und Sommerlagern wurden Kinder gefragt, was sie sich
von der Politik wünschen würden und welche Themen ihnen besonders wichtig sind.
Die gesammelten Statements haben wir auf Wahlplakate gedruckt. Diese sollten
einen Gegenpol zu den Wahlplakaten bilden, auf denen Politiker*innen und
Parteien für ihr Programm werben. Die Wahlplakate hingen in der VHS Köln aus und
waren jeweils für zwei Wochen auf Großflächenplakate in Düsseldorf, Bonn, Kerpen
und Leverkusen zu sehen. Außerdem haben wir die Plakate über Social-Media
geteilt.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit:
Wir setzen uns weiterhin damit auseinander, wie wir möglichst nachhaltig handeln
können. Im vergangenen Jahr haben wir für unsere Veranstaltungen
Klimaausgleichszahlungen vorgenommen und uns auch noch einmal darüber
informiert, über welche Anbieter ein solcher CO2-Ausgleich möglich ist. Außerdem
haben wir die Einkäufe für Treffen mit Gremien in der D-Stelle noch einmal
optimiert. Wir haben über einen längeren Zeitraum erhoben, wie viele Brötchen
und wieviel Aufschnitt pro Person ungefähr gebraucht wird. Dementsprechend wurde
die Einkaufsliste angepasst, damit nicht mehr so viel übrigbleibt. Für das Jahr
2026 ist eine Überarbeitung der Umweltstandards, sowie eine Überprüfung des
Anbieters atmosfair für den CO2-Ausgleichgeplant.
Aktuelle Stunden:
Im Rahmen der Diözesanausschuss-Klausuren wurde auch weiterhin das Format der
Aktuellen Stunde genutzt, um relevante politische Themen zu beleuchten. So haben
wir im Februar einen Blick auf die anstehenden Bundestagswahlen geworfen und uns
mit dem DA an der Kampagne „Generation Jetzt“ mit Social-Media-Postings
beteiligt. Beim DA im März haben wir die Ergebnisse der Bundestagswahl
reflektiert und Gedanken, Gefühle sowie den persönlichen Umgang mit den
Wahlergebnissen miteinander geteilt. Im September haben wir uns mit dem Thema
Schwangerschaftsabbrüche beschäftigt, insbesondere mit dem Spannungsfeld
zwischen Pro Life und Pro Choice.
Kinderstadt:
Die Kinderstadt hat uns auch im Fachbereich Kinder- und Jugendpolitik
beschäftigt. Wir haben uns intensiv damit auseinandergesetzt, wie wir die
Kinderstadt und vor allem den Staatsempfang der Kinderstadt nutzen können, um
mit Menschen aus Politik und Gesellschaft ins Gespräch zu kommen. Der
Staatsempfang war von Politiker*innen gut besucht. Es waren sowohl Abgeordnete
aus dem Bundestag und dem Landtag als auch aus dem Stadtrat da. Da einige
eingeladene Politiker*innen keine Zeit hatten, aber sehr interessiert am Projekt
waren, möchten wir versuchen im nächsten Jahr mit einigen dieser Politiker*innen
ins Gespräch zu kommen. Aufhänger hierfür sollen die Themen sein, die in der
Kinderstadt von den Kindern als besonders wichtige gesellschaftliche Themen
gesammelt wurden.
Bewertung
Wir sind zufrieden mit dem Staatsempfang auf der Kinderstadt, haben aber
Verbesserungen für den nächsten im Blick. Wir freuen uns darauf, mit den Themen,
die die Kinder gesammelt haben, weiterzuarbeiten.
Die Kommunalwahlkampagne hat uns stark gefordert und das ganze Jahr über
begleitet. Wir freuen uns darüber, dass wir Großflächenplakate mit den
Forderungen der Kinder bedrucken konnten und so öffentlichkeitswirksam auf ihre
Anliegen aufmerksam machen konnten.

Nach der Wahl erhielten alle gewählten Bürgermeister*innen aus dem Bistum eine
Postkarte von uns. Mit dieser sollen die Bürgermeister*innen dafür
sensibilisiert werden, dass die Anliegen von Kindern und Jugendlichen wichtig
sind und nicht vergessen werden dürfen. Auf diese Postkarten haben wir insgesamt
neun Rückmeldungen mit Gesprächsangeboten von Bürgermeister*innen erhalten. Da
wir nicht mit so vielen Rückmeldungen gerechnet haben, haben wir uns dazu
entschieden, nur mit den zwei Kommunen ein Gespräch zu vereinbaren, in denen es
auch eine KjG-Pfarrei gibt. Hierzu sind wir bereits auf die Pfarrleitungen der
jeweiligen Pfarreien zugegangen und haben ihnen die Möglichkeit zur Beteiligung
angeboten. Ein Gesprächstermin steht mit beiden Kommunen noch aus.
Marius Nisslmüller:
Auch Gespräche mit Bürgermeister*innen in Orten ohne KjG-Pfarrei wären ja nicht verkehrt (ihr habt die ja auch trotzdem angeschrieben) um mal zu schauen, ob es vielleicht eine Jugend vor Ort gibt, die eine KjG werden kann.
KjG Diözesanstelle Köln:
Wir haben uns dazu entschieden, Gespräche ausschließlich in Kommunen zu führen, in denen es bereits KjG‑Gruppen gibt. Bürgermeister*innen sehen wir nicht als die passenden Ansprechpersonen, um neue KjG‑Gruppen zu werben. Für mögliche Neugründungen halten wir den Weg über Pfarreien und Seelsorgebereiche für deutlich sinnvoller und nachhaltiger.